Eine willkommene Abwechslung vom Spielbetrieb bildete die Sportlerehrung, die die Stadt Lahnstein gemeinsam mit dem Verband sporttreibender Vereine in der Stadthalle ausrichtete. Neben den Ehrungen für außergewöhnliche sportliche Leistungen wurde in diesem Rahmen auch Sabrina Ley vom Schachverein Turm Lahnstein für ihre ehrenamtliche Tätigkeit auf Vereins- und Verbandsebene ausgezeichnet. Neben den Funkionen als Jugendtrainerin und Schriftführerin im Verein ist Sabrina auch Jugendleiterin des Schachbezirks Rhein-Nahe und als Übungsleiterin bei der Schachjugend Rheinland aktiv.
In der Bezirksliga traf die zweite Mannschaft des Schachvereins Turm Lahnstein als bisheriger Tabellenführer auf einen der beiden ärgsten Verfolger, den SC Güls. Die Lahnsteiner hatten in diesem wichtigen Spiel einige Aufstellungsprobleme, was aber den verdienten 4 : 2 Sieg der Moselaner nicht schmälern soll. Für Lahnstein gewann Thomas Buch eine kombinatorisch geprägte Partie und Stephan Meuer und Friedhelm Schneider erzielten jeweils ein Remis. Nach Niederlagen von Dilja Meuer und Peter Schreieck lag man mit 2 : 3 zurück, so dass Kurt Sanner alles versuchte, in der letzten laufenden Partie noch auszugleichen. Letztlich landete er bei diesen Bemühungen aber in einem verlorenen Endspiel, so dass es 2 : 4 hieß.
In der aktuellen Runde der 1. Rheinland-Pfalz-Liga traf der Schachverein Turm Lahnstein auf die zweite Mannschaft des SC Remagen/Sinzig. Die Remagener, deren erste Mannschaft kurz vor dem Wiederaufstieg in die erste Bundesliga steht, traten wie erwartet hoch ambitioniert an und boten an den beiden ersten Brettern gleich zwei Internationale Großmeister auf. Die Lahnsteiner zogen sich an allen Brettern ehrbar aus der Affäre, konnten aber eine 3 : 5 Niederlage letztlich nicht vermeiden.
Höhepunkt aus Lahnsteiner Sicht war der Partiegewinn von Dennis Sanner an Brett 2 gegen einen der erfahrenen Großmeister auf Seite der Gäste. Auch Leo Keßler an Brett 7 konnte seine Partie gewinnen. Clemens Wilk und Stephan Büchner spielten jeweils remis. Am Spitzenbrett musste sich Fabian Mader gegen den zweiten international bekannten Großmeister geschlagen bekennen. Da auch Lasse Werling, Sabrina Ley und Kai Mailitis in ihren Partien das Nachsehen hatten, kam die 3 : 5 Niederlage zu Stande. In der Tabelle drei Runden vor Schluss sind die Mannschaften sehr eng zusammen, so haben gleich vier von zehn Mannschaften jeweils 5 : 7 Mannschaftspunkte aufzuweisen, darunter auch die Schachspieler vom Rhein-Lahn-Eck.
Den bisher erfreulichen Ergebnissen im Jahr 2026 fügten die zweite und die vierte Mannschaft des Schachvereins Turm Lahnstein weitere Erfolge hinzu. In der Bezirksliga behielt Lahnstein mit 5,5: 0,5 klar gegen Oberwesel die Oberhand. Wegen Aufstellungsproblemen traten die Gäste mit zwei Spielern zu wenig an, so dass die Lahnsteiner von Anfang an 2 : 0 führten. Stephan Meuer, Patrick Brühl und nach einigen kritischen Momenten auch Michael Sefeloge gewannen ihre Partien. Friedhelm Schneider steuerte ein Remis bei.
Mit einem 4,5:3,5 Sieg beim SK Ludwigshafen 1912 bestätigte die erste Mannschaft des Schachvereins Turm Lahnstein, dass sie als Aufsteiger gut in der 1, Rheinland-Pfalz-Liga angekommen ist. Nach fünf von neun Runden haben die Lahnsteiner damit ein ausgeglichenes Punktekonto mit 5 : 5. Im Teilnehmerfeld der zehn Mannschaften kann jeder jeden schlagen, so dass noch Alles möglich ist.
Nach spannendem Verlauf hatten für Lahnstein Dennis Sanner, Egor Dranischnikow und Leo Keßler gewonnen und Kai Mailitis, Clemens Wilk und Stephan Büchner ihre Partien verloren. Lasse Werling steuerte ein Remis bei, so dass es 3,5:3,5 stand. In der letzten noch laufenden Partie verdichtete Pascal Grzeca geduldig seinen Endspielvorteil zum Sieg und brachte damit den Mannschaftssieg zum 4,5:3,5 nach Hause.
Auf Ebene des Schachbezirks Rhein-Nahe wird neben den klassischen Ligawettkämpfen ein Mannschaftspokal mit Vierermannschaften ausgetragen. Hier wird das KO-System angewandt. Spielberechtigt sind ausschließlich Schachspielerinnen und Schachspieler, die maximal Stammspieler der Bezirksliga sind, so dass z. B. beim Schachverein Turm Lahnstein die Spieler der Rheinland-Pfalz-Liga-Mannschaft außen vor bleiben.